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Johanna_Gfollowshare
11-12-2008 7:31 PM
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Johanna_G says:
Benedikt will den Glauben mit der vernunftgeleiteten Erkenntnis stützen: Die menschliche Vernunft verweise auf Gott. Aber das ist nur unter der Voraussetzung richtig, dass die menschliche Vernunft ein Spiegelbild der göttlichen Vernunft ist. Eine Position, die Huber suspekt ist:

"Je stärker die Christenheit davon überzeugt war, dass ein angemessener Gebrauch
der menschlichen Vernunft zu keiner anderen Konsequenz als zur Anerkennung des christlichen Glaubens führen könne, desto massiver neigte sie dazu, Menschen, die sich dieser Konsequenz verweigerten, das Menschsein abzusprechen. Diese Vorstellung steht im Hintergrund der mittelalterlichen Exzesse im Umgang mit Ungläubigen oder Irrgläubigen, also mit Heiden und Häretikern."

Huber ist höflich genug, an dieser Stelle nicht Benedikt zu erwähnen, aber auch der glaubt, dass ein angemessener Gebrauch der menschlichen Vernunft letztlich zur Anerkennung des christlichen Glaubens führen müsse.
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