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POPSWolfgang Schäuble: "Braucht unsere Gesellschaft Religion?" English translation: Wolfgang Schäuble on the Need for Religion Germany's interior minister Wolfgang Schäuble has written a short book describing how faith, correctly understood, protects us from totalitarianism and abuse of power. He also addresses how best to integrate Islam in Germany. ↗ en.Qantara.de - Faith as a Moral Instance
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POPSWalter Laqueur: Exodus: Ein Staat / Zwei Staaten Israel hat nicht akzeptiert, dass ein kleines Land mit sieben Millionen Einwohnern (von denen 20 Prozent Araber sind) sich entsprechend seines Ranges in der Welt und seiner beschränkten Macht verhalten muss. In Israel existiert der naive Glaube, dass es auf internationaler Ebene eine Gerechtigkeit für alle gibt, dass sich auch kleinere Staaten Morde erlauben können, wenn dies Grossmächten möglich ist. Der kleine Staat braucht alle ihm erreichbaren Abschreckungsmittel. Um zu überleben, tut er aber auch gut daran, sich in Zurückhaltung zu üben. Die Vorteile einer solchen Strategie hätten angesichts der zahlreichen Konflikte in der arabischen Welt offensichtlich sein sollen, aber sie wurden über Jahrzehnte ignoriert.
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POPSZu: Wolfgang Huber, Der christliche Glaube. Eine evangelische Orientierung.
Benedikt will den Glauben mit der vernunftgeleiteten Erkenntnis stützen: Die menschliche Vernunft verweise auf Gott. Aber das ist nur unter der Voraussetzung richtig, dass die menschliche Vernunft ein Spiegelbild der göttlichen Vernunft ist. Eine Position, die Huber suspekt ist: "Je stärker die Christenheit davon überzeugt war, dass ein angemessener Gebrauch der menschlichen Vernunft zu keiner anderen Konsequenz als zur Anerkennung des christlichen Glaubens führen könne, desto massiver neigte sie dazu, Menschen, die sich dieser Konsequenz verweigerten, das Menschsein abzusprechen. Diese Vorstellung steht im Hintergrund der mittelalterlichen Exzesse im Umgang mit Ungläubigen oder Irrgläubigen, also mit Heiden und Häretikern." Huber ist höflich genug, an dieser Stelle nicht Benedikt zu erwähnen, aber auch der glaubt, dass ein angemessener Gebrauch der menschlichen Vernunft letztlich zur Anerkennung des christlichen Glaubens führen müsse.
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POPSKurt Marti: Wenn die Bücher aufgetan werden In this poem, God is believed as the friend of his, not as their intimidating warden. The confident faith expressed here is diametrically opposed to the fear-stricken belief expressed by the medieval Latin hymn Dies irae (Day of wrath): Quantus tremor est futurus, Quando iudex est venturus, Cuncta stricte discussurus! Liber scriptus proferetur, In quo totum continetur, Unde mundus iudicetur. Welch ein Graus wird sein und Zagen, Wenn der Richter kommt, mit Fragen Streng zu prüfen alle Klagen! Und ein Buch wird aufgeschlagen, Treu darin ist eingetragen Jede Schuld aus Erdentagen. Oh what fear man's bosom rendeth, when from heaven the Judge descendeth, on whose sentence all dependeth. Lo! the book, exactly worded, wherein all hath been recorded: thence shall judgment be awarded.
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POPSFriedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra. - Vom Freunde. (The Friend)
"THERE is always one too many about me"- thinks the hermit. "Always one and one- eventually that makes two!" I and me are always too deeply in conversation: how could I endure it, if there were not a friend? The friend of the hermit is always the third one: the third one is the float which prevents the conversation of the two from sinking into the depth. Ah! there are too many depths for all hermits. Therefore, do they long so much for a friend and his height. Our faith in others betrays* that we would rather have faith in ourselves. Our longing for a friend is our betrayer*. One ought still to honor the enemy in one's friend. Can you go near to your friend, and not go over to him? You would wear no raiment before your friend? It is in honor of your friend that you show yourself to him as you are? But he sends you to the devil for that! There is comradeship: may there be friendship! Thus spoke Zarathustra. WikiSource * betray ↻ reveal
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POPSAus den Erzählungen der Chassidim (Martin Buber) CHASSIDISMUS (Hasidism) Diese religiöse Bewegung innerhalb des Judentums ist gegen 1750 in der Ukraine und in Polen entstanden. Sie stellt eine Auflehnung gegen Gesetzesglauben, Kasuistik, Intellektualität - eine von tiefem religiösem Gefühl, von Gottessehnsucht getragene Bewegung der Massen; sie betont Gemütswerte, Frömmigkeit, Demut, aber auch Freude und tätige Liebe. This religious movement within Judaism emerged around 1750 in the Ukraine and in Poland; it represents (like the German Pietist movement) the protest against legalist faith, casuistics, intellectuality - a popular movement with deep religious sentiment and longing for God. It emphasizes emotional values, piety, but also joy and active love. This movement has heavily influenced on Buber's thought. For five years, he had dived into the Chassidic texts while ceasing any other activity. buber.de
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POPSSuperiore anno Oratio Ratisbonensis habita
Vor einem Jahr war Papst Benedikt XVI. in Bayern und hielt seine nachmals berühmte Regensburger Rede. Aber was genau war es eigentlich, was dann zu wütenden Protesten in Teilen der islamischen Welt führte? Es war dieses Zitat des Papstes aus einem mittelalterlichen Streitgespräch: „Zeig mir doch, was Mohammed Neues gebracht hat, und da wirst du nur Schlechtes und Inhumanes finden wie dies, dass er vorgeschrieben hat, den Glauben, den er predigte, durch das Schwert zu verbreiten”. Trotz der Proteste und Polemik hat der Papst sich für diese Worte nicht entschuldigt. Er bedauerte nur, dass das Zitat Anlass zu Missverständnissen geworden sei. Ein besonderes Anliegen sei es ihm gewesen, das Verhältnis von Glaube und Vernunft und die Notwendigkeit des interreligiösen Dialogs ... aufzuzeigen. Hier bedürfe es der Selbstkritik und der Toleranz, die die Ehrfurcht vor dem, was dem anderen heilig ist, einschließt. Papst-Sekretär nennt die Rede im Rückblick „prophetisch”.
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POPSKuschel: Interreligiöse Kommunikation Ich erlaube mir, dem Kuschel-Wunsch, vom anderen "das Beste und Tiefste seiner Tradition" zu erfahren, etwas beizugesellen: den JoHanna-Wunsch, vom anderen zu erfahren, woran er glaubt und wie dieser persönliche Glaube sein Leben gestaltet. Na ja, dazu braucht es wohl noch mehr vertrauensbildende Disziplin als zum Austausch über "das Beste und Tiefste von Traditionen". - Es ist halt nur ein Wunsch.